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Die fünf Sänger aus dem Raum Zwettl (im nordwestlichen Niederösterreich) treten seit Oktober 1998
(mit verschiedenen Pianisten) gemeinsam auf und haben sich mit Konzertprogrammen wie "Mein kleiner grüner Kaktus
", "Wochenend´ und Sonnenschein", "Ein Lied geht um die Welt
", "Maskenball im Gänsestall" oder dem Best of - Programm "Auf den Spuren
der Comedian Harmonists" bzw. der Präsentation ihrer CDs "herzlich aber taktlos" (2002)
und "Gans oder gar nicht" (2008) bereits weit über das Waldviertel hinaus einen Namen gemacht.
Das Besondere der Gruppe liegt in der originalgetreuen Interpretation der legendären Comedian Harmonists und ihrer Nachfolgegruppen. Vor allem die innere Harmonie und musikalische Anpassung untereinander zeichnen das Ensemble aus. Mit ein Grund dafür ist sicher die langjährige Zusammenarbeit der Sänger in verschiedenen Vokalensembles und Chören. Stefan Löschenbrand, Christian Löschenbrand, Harald Adolf und Gerald Höbarth kennen einander bereits von ihrer aktiven Zeit bei den Zwettler Sängerknaben bzw. dem aus Altsängerknaben gebildeten Männerchor „Schola Zwettlensis“, dem die vier bis heute angehören. Mit der Gründung des gemischten Chores der „Zwettler Vocalisten“ (1988) lernten sie Ralf Wittig kennen. Die Basis für die Gründung der Comedian Vocalists wurde im Herbst 1997 gelegt. Schon länger sprach man davon, einmal etwas anderes machen zu wollen - keinen Chor, sondern eine Kleingruppe - ein Männerensemble. Gemeinsam studierten die fünf einige Sätze der King´s Singers ein, die später auch von den Comedian Vocalists aufgeführt wurden. Als sechster Sänger mit dabei war Florian Löschenbrand, der das Ensemble aufgrund seines Studiums in Deutschland allerdings bald verlassen musste. Die Einladung, im November 1998 beim Bunten Abend der Theatergruppe Zwettl mitzuwirken, gab schlussendlich den Anstoß, mehr daraus zu machen. Da ihr dortiger Beitrag komödiantischen Charakter haben sollte, kam ihnen das Auffinden der Originalsätze „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Das ist die Liebe der Matrosen“ von den legendären „Comedian Harmonists“ wie gerufen. Was zur originalgetreuen Interpretation fehlte, war ein Pianist. Daher wurde kurzerhand der für einige andere Bunte-Abend-Beiträge engagierte Musik-Student Albert Kolm verpflichtet, der an diesen Hits aus den 30er-Jahren auch gleich Gefallen fand. Der Enthusiasmus der Gruppe war groß; einziges Problem - bislang gab es nur
Noten zu fünf Original-Arrangements der Comedian Harmonists. So gingen die sechs, vor
allem Stefan Löschenbrand, bald daran, in mühsamer Arbeit, durch
"Herunterhören" von Originalaufnahmen aus den 20er- und 30er-Jahren,
selbst Noten niederzuschreiben. Das Repertoire wuchs klarerweise nur langsam. Zu
Beginn studierte man daher auch andere Musik aus etwa der selben Zeit ein -
so genannten "Barbershop"; ein Gesangsstil, der sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den
USA entwickelte. Das Repertoire wuchs und wuchs; ebenso die Nachfrage nach Auftritten der
"Comedian Vocalists". So blicken die sechs Musiker inzwischen auf
einige erfolgreiche Konzertprogramme mit zumeist ausverkauften Sälen in Niederösterreich, Wien, Salzburg, Kärnten
und der Steiermark zurück. Im Sommer 2004 kam es im Ensemble zu einer Veränderung. Albert Kolm, der die "Comedian Vocalists" seit ihren Anfängen am Klavier begleitet hatte, wollte neue Wege gehen und trennte sich von der Gruppe. Seinen Platz nahm Anfang September 2004 der Kremser Andreas Kuttenberger ein, der die Gruppe aufgrund zeitlicher Probleme und der räumlichen Distanz allerdings nur bei zwei Auftritten begleitete und Mitte November wieder verließ. Ihm folgte im November 2004 Edwin Kainz, ein Zwettler Allround-Musiker, mit dem wir die Lücke, die Albert Kolm zweifellos hinterlassen hatte, wieder schließen konnten. Nach einigen äußerst erfolgreichen Konzerten mit einem neuen Konzertprogramm beschloss er leider, etwas kürzer treten und nur mehr als Substitut zur Verfügung stehen zu wollen. Mit dem Comeback von Albert Kolm, Anfang Dezember 2005, bestand die Gruppe wieder in ihrer Anfangsformation. Nach knapp mehr als einem halben Jahr verließ er die Gruppe Mitte Juli 2006 jedoch endgültig und machte einem anderen Musikstudenten Platz. Seit Ende Juli 2006 begleitet uns der St. Pöltener Alexander Greiml am Klavier. Im September 2008 konnte die Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Dabei wurde die zweite CD - "Gans oder gar nicht" - präsentiert. Während in der Zeit der Umbesetzungen am Klavier auch mit einigen anderen Musikrichtungen experimentiert wurde, um die Lücken im Repertoire zu schließen, widmet man sich nun wieder voll und ganz den 30er-Jahren. Neben den unvergesslichen Songs der Comedian Harmonists und ihrer Nachfolgegruppen kamen auch einige Lieder des in Wien äußerst erfolgreichen Bohéme Quartetts ins Programm.
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